kumenische bibeltage 2014  


Ökumene

Die Ökumene hat in den Jahren nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil weltweit und kontinuierlich erfreuliche Fortschritte gemacht.Vielfalt und Verschiedenheit von Kulturen und christlichen wie nicht-christlichen Religionen werden - aller Rückschläge zum Trotz - als Bereicherung empfunden. In Deutschland gab es 2003 den ersten gemeinsamen Kirchentag in Berlin . Auch in den Kirchengemeinden von Bonlanden und Plattenhardt ist interkonfessionelle Zusammenarbeit längst zur Selbstverständlichkeit geworden. Es gibt seit vielen Jahren den Ökumenischen Pfarrertreff und den - inzwischen von der ACK in Filderstadt übernommenen -ökumenischen Ausschuss, in dem die evangelischen Georgs- und Antholianus-Gemeinden, die Evangelisch-methodistische Gemeinde Bonlanden und die katholische Liebfrauengemeinde gemeinsam Fragen besprechen und regeln.

Mehrfach im Jahr gibt es ökumenische Gottesdienste und gemeinsame interessierende Gesprächs- und Vortragsabende mit hochkarätigen Referenten zu wichtigen Themen der Zeit.


     Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Filderstadt


Am 15. Juli 2004 haben die Evang. Kirchengemeinden Bonlanden und Plattenhardt, die kath. Liebfrauengemeinde Bonlanden/ Plattenhardt und die Evang.-methodistische Kirche Bonlanden die „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Filderstadt (ACK)“ gegründet. Mit ihr soll die ökumenische Arbeit weiter vertieft und den Mitgliedsgemeinden offiziell eine gemeinsame Vertretung geben werden.

Neben dem Gründungsakt war der Festvortrag von Domkapitular Prälat Hubert Bour/Rottenburg zum Thema "Die Bedeutung der ACK – Chancen und Grenzen des ökumenischen Miteinander vor Ort" Höhepunkt des Gründungsfests. Für Bour sind die Arbeitsgemeinschaften ein wichtiges, von Personen unabhängiges Instru-ment, um zu Kontakten zu kommen, die weit über das Verhältnis evangelisch/katholisch hinausreichen. Bour verstand es, zukunfts- weisende Wege aufzuzeigen, auf denen das "Jahrtausend der Trennung" überwunden werden kann. Ein Zeichen der Hoffnung sieht Bour in der "Charta Ökumenica", der Konferenz Europäischer Kirchen, in der sich alle Mitgliedskirchen 2003 verpflichtet ha-ben, die eigene "Selbstgenügsamkeit" zu überwinden. Angestrebt werde nicht länger die Fusion zur "Superkirche", sondern die "Einheit der Kirchen in versöhnter Verschiedenheit". Konfessionen sollen ihre Profile behalten und sich in ihrer Unterschiedlichkeit gegenseitig bereichern. Wichtig sei die Bereitschaft, eigene Mängel einzugestehen und bei den Schwesterkirchen die Vielfalt anderer, vielleicht besser bewahrter Elemente christlichen Glaubens anzuerkennen.

Der ACK in Filderstadt legte er ans Herz:

Die Ökumene des Lebens: Sie stelle die Frage, wie wir miteinander umgehen. Die Ökumene des Handelns, die sich besonders im sozialen und politischen Bereich anbiete.

Die Ökumene des Theologischen Dialogs: Nicht der absolute, sondern der differenzierte Konsens im Sinne der Annäherung sei der neue Weg. Und, ganz wichtig:

Die Ökumene der Spiritualität. Das gemeinsame Gebet führe zusammen. Bour macht Mut, wenn er zusammenfassend feststellt, dass die christlichen Kirchen schon heute fast alles gemeinsam tun können – so sie es wollen.

Die Pfarrer Nuß, Scheible und Dr. Schnabel betonten, dass die neue ACK offen ist für die übrigen Kirchen in unserer Stadt. Dekan Kiess gab der Hoffnung Ausdruck, dass eines Tages auch die weiteren Ortskirchen zur ACK in Filderstadt stoßen.

Inzwischen haben sich der ACK in Filderstadt weitere Gemeinden angeschlossen. Heute (Stand Mai 2013) gehören ihr die Evangelischen Kirchengemeinden Bernhausen, Bonlanden und Plattenhardt, die Katholischen Kirchengemeinden Bernhausen/Sielmingen und Bonlanden/Plattenhardt, die Evangelisch-methodistische Kirche Bonlanden sowie die Baptistische Fildergemeinde an.


Kontakt:

Pfarrer Andreas Marquardt, Tel. 0711 / 7775450