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22. März 2020

Wie sieht’s aus? Das fragt man einen Freund, den man nach langer Zeit wiedersieht. Das fragt man sein Kind, wenn es nach der Schule nach Hause kommt. Das fragt man eine Kollegin zur Begrüßung. Nicht immer erwartet man eine detaillierte Antwort. Eher will man damit zeigen: Ich interessiere mich für dich. Ich nehme an deinem Alltag teil.

Wie sieht´s aus? Diese Frage steht auch über den Kirchengemeinderatswahlen, die am 22. März 2020 in unserer Diözese stattfinden. Deutlich wird damit: Es geht zuallererst darum, Interesse zu zeigen und Anteil zu nehmen am Denken und Glauben der Katholiken und Katholikinnen in unseren Gemeinden und dabei auch den immer lauter werdenden Ruf nach Veränderung in der Kirche ernst zu nehmen.

Vieles können wir ganz konkret hier vor Ort, hier in unserer Kirchengemeinde Liebfrauen und unserer Seelsorgeeinheit Filderstadt direkt diskutieren und auf den Weg bringen. Dem Kirchengemeinderat als dem Leitungsgremium der Gemeinde kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Seine Kernaufgaben sind:

1. Das Leben der Kirchengemeinde zu unterstützen und zu entwickeln.
Es geht um die konkrete Praxis der Kirchengemeinde und darum, wie sie Menschen mit dem Evangelium in Berührung bringen kann. Im Kirchengemeinderat beraten und entscheiden gewählte Gemeindemitglieder zusammen mit den hauptamtlichen Seelsorger/ innen über pastorale Schwerpunkte, über Vernetzungen mit Partnern sowie über Entwicklungsprozesse, Konzepte und vieles mehr. Der Kirchengemeinderat unterstützt bestehende und neue (Projekt-) Gruppen der Gemeinde und fördert ihre Eigeninitiative.

2. Die Mitglieder der Kirchengemeinde zu vertreten
Der Kirchengemeinderat vertritt alle Katholiken und Katholikinnen, die zur Kirchengemeinde gehören oder sich zugehörig fühlen. Seine Mitglieder sollen die Anliegen und Fragen der Gemeinde aufnehmen und nach außen (d.h. z.B. gegenüber anderen Gemeinden oder der Kommune) vertreten.

KGR männlich

3. Verantwortung zu tragen für die Finanzen der Kirchengemeinde
Der Kirchengemeinderat entscheidet über den jährlichen Haushalt der Kirchengemeinde und damit über die Verwendung der zur Verfügung stehenden Mittel - für die Seelsorge, für das Personal und die Gebäude, aber auch für neue Projekte und pastorale Ideen.

KGR weiblich

Sie sehen:
Der Kirchengemeinderat bietet viele Möglichkeiten der Gestaltung. Deutlich wurde dies in den vergangenen Jahren in dem Entwicklungsprozess KIAMO Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten.

Vieles haben unsere Kirchengemeinderäte dabei auf den Weg gebracht, vieles ausprobiert und neue Projekte unterstützt – auch zusammen mit Partnern im ökumenischen, sozialen und kommunalen Bereich. Sicher - Kirchengemeinderat zu sein, braucht Zeit. Doch die Arbeit im Rat, in Ausschüssen und Projektgruppen macht auch Spaß und eröffnet neue Horizonte.

Wie sieht´s aus?
Wäre das nicht auch etwas für Sie / für Dich? Haben Sie Lust zusammen mit anderen Kirchengemeinderäten/innen nach vorne zu schauen und die Zukunft unserer Kirchengemeinde Liebfrauen in den Blick zu nehmen und mitzugestalten? Es lohnt sich!


Reinhold Walter, Pastoralreferent