Interview von Giulia Troyer mit Angelika Hörster

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Im Rahmen der Firmvorbereitung macht jeder Firmling ein Praktikum in einer unserer Gemeinden. Giulia Troyer hat sich für die Mitwirkung am Kirchenanzeiger entschieden.

Was ist deine Funktion in der Gemeinde?

„Ich bin Jugendreferentin. Ich unterstütze die Jugendarbeit unserer Gemeinde wie zum Beispiel die Firmungsvorbereitung, die Ministranten oder die Kindergruppe.“

Arbeitest du hauptberuflich in der Gemeinde oder hast du noch einen anderen Job?

„Ich arbeite zwar hauptberuflich als Jugendreferentin, doch meine Arbeit ist in zwei Bereiche aufgeteilt: zur einen Hälfte bin ich in der Gemeinde tätig und zur anderen Hälfte in einer Schule als Schulsozialarbeiterin. Dort berate ich Jugendliche, die Schwierigkeiten oder Probleme irgendeiner Art haben und biete auch Beratung für Lehrer und Eltern an.“

Was findest du besonders toll an deinem Beruf?

„Dass ich jeden Tag mit unterschiedlichen Menschen zu tun habe und vor allem mit Jugendlichen in ständigem Kontakt bin. Ich habe sozusagen mein Hobby zum Beruf gemacht.“

Was stört dich an deinem Beruf?

„Für mich ist es manchmal etwas schwer, die Arbeitszeiten mit meinem Privatleben zu vereinbaren. Aber im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden.“

Wie sieht ein typischer Sonntag bei dir aus?

„Wenn möglich: Ausschlafen! Danach frühstücke ich in aller Ruhe mit meinem Mann und gehe in die Kirche. In den meisten Fällen kochen wir danach zusammen und unternehmen etwas mit der Familie wie zum Beispiel spazieren gehen.“

Was ist deine Lieblingsstelle in der Bibel?

„Ich habe zwei Bibelstellen, die mich schon länger in meinem Leben begleiten und die mich immer wieder daran erinnern, dass Gott für mich sorgt und mich durch das Leben trägt:

  •  1. Petrus 5.7: Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch
  •  Hebräer 11,1: Der Glaube ist der tragende Grund für das, was man hofft: Im Vertrauen zeigt sich jetzt schon, was man noch nicht sieht“.

Was ist dein liebstes Kirchenfest und wieso?

„Ich mag Ostern sowie Weihnachten sehr gerne. Für mich steht jedoch Ostern an erster Stelle, da man sich in der Karwoche besinnen, und den Fokus nur auf das Fest bzw. auf den Anlass der Feier legen kann. Weihnachten ist auch schön, allerdings schaffe ich es im Advent oft nicht, mich drauf vorzubereiten und dann kommt Heilig Abend so plötzlich“.

Wenn du die Möglichkeit dazu hättest, was würdest du Gott fragen?

„Das ist eine sehr schwere Frage, über die ich lange nachdenken musste. Doch ich würde ihn wahrscheinlich fragen, wieso manche Dinge so passieren, wie sie passieren. Ich würde ihn fragen, wieso unschuldige Menschen zum Teil so großes Leid erfahren müssen. Natürlich würde ich nicht das komplette Leid auf der Welt hinterfragen, doch trotzdem würde ich gerne wissen, wieso z.B. manche Menschen so früh von uns gehen müssen.“

Was tust du, wenn du dich hilflos fühlst?

„Wenn ich mich hilflos fühle, spreche ich mit meinem Mann darüber und bete.“

Was ist dein größter Traum?

„Meine zwei größten Träume sind, dass ich eine Familie gründe und dass es allen Menschen auf dieser Welt gut geht und, dass vor allem unschuldige Kinder nicht mehr leiden müssen. Dazu gehören auch mehr Gerechtigkeit und eine faire Verteilung der Güter. Allerdings wird das wahrscheinlich erst sein, wenn Jesus wieder kommt“.