Verabschiedung Pfr. Marquardt am 23. Juni
(Uhrzeiten, Fahrmöglichkeiten, ...)


   

Das ganze Jahr steht uns in der Liebfrauenkirche in den wunderbaren Glasfenstern im Chor der Kirche das Pfingstgeschehen vor Augen.
So wie in der Apostelgeschichte beschrieben ist, verharrten miteinander einmütig im Gebet die Elf, „zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern“ (Apg 1,14).
Maria, die Mutter Jesu, wird in dieser Darstellung des Künstlers Sepp Fees, nicht ins Zentrum, aber ganz nach vorne gestellt. Als Einzige kniet sie nicht, sondern steht aufrecht und den Jüngerinnen und Jüngern zugewandt. Ihre Hände hält sie geöffnet – betend oder segnend. Ihr Gewand ist ausgebreitet und umfasst in der Weise der Schutzmantelmadonna die beiden Jünger, die neben ihr knien.
Auch die anderen fünf knieenden Jüngerinnen und Jünger scheinen hineingenommen zu sein in diesen schützenden Mantel, der durch die blaue Farbe sich in das zweite Fenster hineinzieht.
Über ihnen schwebt ein Engel als personifizierte Botschaft Gottes. Dieser erstrahlt in dem goldenen Licht, das von der obersten Spitze des Fensters die ganze Szene ausleuchtet. Der dreifaltige Gott im Symbol des Dreiecks und Auges strahlt hinein in das Obergemach der Jünger und durch dieses hindurch in unsere Welt. Dieses leuchtende Licht steht für den Geist Gottes, der an Pfingsten alles veränderte: Aus den verängstigten Jüngerinnen und Jüngern wurden unerschrockene und begeisterte Botinnen und Boten des Evangeliums, Apostelinnen und Apostel, die die frohe Botschaft Jesu in alle Welt hinaustrugen.
Pfingsten – ein Neuanfang der Menschheit und die Geburtsstunde der Kirche.                
Reinhold Walter

Juni 2019